Die Teilnehmenden des berufsbegleitenden Masterstudiengangs New Media Journalism besuchten in der Schweiz zwei Medienhäuser. Sie bekamen bei 20min.ch und Zambo seltene, lehrreiche Einblicke hinter die Kulissen.
Im Tamedia-Haus ging die NMJ-Truppe auf Tuchfühlung mit der Onlineredaktion von 20 Minuten. Chefredaktor Hansi Voigt erklärte sein «Management by Vertrauen», den schnellen «Mix von Infos und Zeitvertreib» als Erfolgsfaktor...

... und die Pläne für noch mehr Mobile und Verarbeitung von Nutzerinhalten. Hier im Herz der Redaktion von 20min.ch in Zürich.

Blick über die Schultern der Medienmacher: So sind Praxisausflüge am MAZ gedacht.

Dabeisein, wie eine Online-Geschichte entsteht. «Ein Klick zur Alarmmeldung» (an die 1.6 Mio. Abonnenten).
Im Hause SRF, beim trimedialen Programm für Kinder, war spannend, wie die Zusammenführung von zwei Redaktionen und drei Firmen bewerkstelligt wurde. Zambo-Leiter Thomas Grond berichtete offen von Ups & Downs im Changeprozess und den auf Effizienz getrimmten, konvergenten Workflows - letztere eine Konsequenz harter Sparvorgaben, aber auch eine Vision künftigen Crossmedia-Arbeitens.

Professionelle Programme für Kinder sind anspruchsvoll, erst recht, wenn sie «drei Vektoren» (Radio, TV, Internet) verbinden und höchster Web-Vorsicht gerecht werden müssen.

VJ-HD-Cams, FinalCut, Live-Schnitt - Minimal-Hightech in der Zambo-Regie. Auch technische Aspekte sind im NMJ-Studium von Belang.
Zurück im Unterricht am MAZ gings um die Projektarbeiten. Die Studierenden stellten Medienhäuser und ihr crossmedial arbeitendes Management vor: Wie bereitet sich zum Beispiel die Tiroler Tageszeitung auf den Umzug in den neuen Newsroom vor? Oder: Wie werden Start-ups wie das deutsche Internet-Radio detector.fm gemanagt? Welche Schwierigkeiten haben regionale Medien wie die Badische Zeitung oder der Bonner Generalanzeiger, wenn es um die Integration von Online-Teams in den Redaktionsalltag geht?
So verschieden die Strategien auch sein mögen, eines zeigte sich bei der Gegenüberstellung deutlich: Der Weg zu einer voll funktionierenden crossmedialen Redaktion, die diesen Namen verdient, ist steinig und weit.
Frank Hänecke, MAZ
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