«Wenzel» heisst der neue Roman von Christoph Schwyzer, Absolvent der Diplomausbildung am MAZ. Und mit «Valendas - Die Welt im Dorf» legt Schwyzer in diesem Jahr gleich noch ein zweites Buch nach, zusammen mit dem Fotografen Paul Joos.
«Wenzel lag auf dem Bauch im Bett und blätterte in seiner Vergangenheit» - so beginnt das Romandebüt (Verlag: Martin Wallimann) des 37-jährigen Autors. Es handelt von einem Alleinstehenden, der morgens den Pendlerzug ins Grossraumbüro nimmt, aber lieber Schriftsteller wäre - ein Suchender, der aus dem Fragen nie herfausfindet und im Zögern sein Heil sucht. Bis er eines Tages auf die Strasse gestellt wird.
In «Valendas - Die Welt im Dorf» (Limmat Verlag) zeigen eindrucksvolle Schwarz-Weiss-Fotografien von Paul Joos, wie in dem knapp 300 Einwohner zählenden Dorf in Graubünden gelebt, gearbeitet, gefeiert wird. Christoph Schwyzer lässt die Menschen zu Wort kommen. Sie erzählen von Hoffnungen und Wünschen, erinnern sich an das alte Valendas und machen sich Gedanken über die Zukunft. In literarischen Skizzen erhalten auch das Dorf und die Landschaft eine Stimme. Das Buch zeigt: Die Abwanderung aus Berggebieten ist kein unabänderliches Schicksal - die Einwohner von Valendas retten den Dorfladen und das einzige Gasthaus, sie engagieren sich für die Renovation altehrwürdiger Häuser und pflegen in Vereinen die Dorfgemeinschaft.

|